Rundgang durch den Bundestag mit Bernhard Daldrup

Foto: Bundespresseamt

Mitglieder des AWO-Unterbezirks Ruhr-Lippe-Ems, des Moschee-Vereins Beckum und andere interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Warendorf besuchten diese Woche auf Einladung von Bernhard Daldrup den Deutschen Bundestag. Die 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten spannende Einblicke in die Kunst, die sich in und um die Gebäude befindet.

Die Führung begann im sogenannten „Motor der Republik“, dem Paul-Löbe-Haus, führte über die hohe Brücke zum Marie-Lüders-Haus, über das Jakob-Kaiser-Haus und schließlich in das Reichstagsgebäude. Interessant waren besonders die Ausführungen über das Kunstwerk von Christiane Möbus „auf und ab und unterwegs“ in der Eingangshalle des Jakob-Kaiser-Hauses. „Demokratie hat auch immer etwas mit Wettkampf zu tun. Dass möchte Möbus uns durch die vier Boote vermitteln.“, erklärte Daldrup. Die Installation, bestehend aus einem schwarzen, einem roten, einem gelben und einem blauen Achterboot, befindet sich hoch über den Köpfen der Zuhörenden. „Die Farben stehen unmissverständlich für Deutschland und das Blau für Europa. Normalerweise bewegen sie sich auf und ab, um den Gedanken des Wettstreits zu unterstreichen, aber das kommt selten vor.“, scherzte der Bundestagsabgeordnete.

Daldrup weiß auch über scheinbare Nebensächlichkeiten interessantes zu berichten. So erklärte er über die vor dem Jakob-Kaiser-Haus verlaufende Dorotheenstraße: „Diese Straße hat einen außergewöhnlichen Namenswechsel hinter sich. Von 1951 bis 1995 hieß sie Clara-Zetkin-Straße, benannt nach der sozialistischen Politikerin und Frauenrechtlerin. Nach der politischen Wende in Deutschland entbrannte eine kontroverse Diskussion, ob man die Straße nach der brandenburgischen Prinzessin Dorothea von Brandenburg rückbenennen sollte. Ob diese Rückbenennung sinnvoll war, darf jeder für sich entscheiden.“

Die vom Bundespresseamt organisierte dreitägige Fahrt führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch durch andere bedeutende politische Orte Berlins. Sie besuchten unter anderem den Bundesrat, die Gedenkstätte Berliner Mauer und das Denkmal der ermordeten Juden Europas.